
Samstag, 1. September 2007, 19:30 Uhr
im Kulturzentrum Rheinkamp
Dirigent: |
Philip van Buren | Solisten: |
Fabian Kircher, Violine Allan Bergius, Violoncello |
| Jean Sibelius (1865 - 1857) |
Valse triste aus der Musik zu "Kuolema", Op. 44 |
| Johannes Brahms (1833 - 1897) |
Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a- Moll, Op. 102 |
| Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) |
Symphonie Nr. 6, F- Dur, Op. 68 (Pastorale) |
In diesem Konzert werden Höhen und Tiefen, Freundschaft, Feindschaft und wieder Versöhnung, Licht und Schatten, Sturm, Gewitter und wieder Sonnenschein fast programmatisch in Musik dargestellt. „Valse triste“, sicher eine der bekanntesten Kompositionen von Sibelius, ist eine der sechs Bühnenmusiken zu „Kuolema“ (der Tod), einem Schauspiel von Arvid Jörnefeld, das die Unausweichlichkeit des Todes thematisiert. Die Musik bewegt sich hier in einer Art Schwebezustand zwischen düsterer Traurigkeit und leichter Beschwingtheit des Walzers.
Das berühmte Doppelkonzert von Johannes Brahms, das er selbst als „Dummheit“ bezeichnete, weil weder er noch ein Komponist vor ihm für solch eine Besetzung geschrieben hatte, ist eine Art „Versöhnungswerk“ zwischen ihm und seinem Jugendfreund, dem Geiger Joseph Joachim, mit dem er wegen dessen Ehezerwürfnis in Streit geraten war. (Brahms hatte Partei für die Ehefrau ergriffen!) Bei aller Ausdruckstärke hat dieses Werk auch immer Stellen, die an einen Streit erinnern. „Einige störende Stellen fehlen nicht, aber das muß man eben in Kauf nehmen, er könnte sie leicht ändern, aber das wird er nicht“, schreibt Clara Schumann über dieses Werk.
In der fast programmatischen 6. Symphonie von Ludwig van Beethoven gibt der Komponist in seinen Überschriften über die Sätze selbst an, was man sich unter seiner Musik vorstellen sollte. Dabei weicht er kaum von der klassischen Symphonie-Form ab, wie z. B. später Franz Liszt. Lediglich der 4. Satz (Gewitter) und der letzte Satz (Hirtengesang), der ein Variationensatz ist, weichen von der üblichen Form ab.
Das Publikum darf sich auf zwei ihm schon bekannte Solisten freuen: Fabian Kircher, stellvertretender Konzertmeister bei den Niederrheinischen Symphonikern Krefeld/Mönchengladbach, und Allan Bergius, ehemals Solocellist an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und inzwischen stellvertretender Solocellist an der Bayrischen Staatsoper München. Sie waren im Frühjahrskonzert des NKM 2005 zusammen mit Zeynep Artun-Kircher mit großem Erfolg im Tripelkonzert von Beethoven zu hören.